Google und sein Kampf gegen den Datenschutz

Es ist schon interessant, wie Google immer wieder versucht, möglichst viel Geld mit seinen registrierten und nicht registrierten Kunden zu verdienen.

Auf der einen Seite versucht Google mit den neuen Datenschutzbestimmungen den einen zu beruhigen, verschweigt aber sehr angestrengt, daß in den Staaten ein Prozeß gegen diese neuen Bestimmungen läuft. Zwar nicht gegen Google selbst aber gegen die Behörde, welche Google erst im letzten Oktober mit einer Geldstrafe dazu aufforderte, keine Daten zusammen zu fassen. Paradox… Aber Geld scheint keine Rolle zu spielen, denn jeder Verstoß sollte mit 16.000 USD geahndet werden. Und hier fängt die Krux an. Denn die ausstellende Behörde FTC (Federal Trade Commission) hat bisher untätig zugeschaut. daher wurde nun durch die EPIC (Electronic Privacy Information Center) zwei Eingaben beim US-Bundesbezirksgericht in Washington D.C. gemacht.

Aber, das sollte nicht die einzige Nachricht sein. Da wir nun wissen, das alle Daten zusammen geführt werden sollen, soll dies auch auch noch auf Fotos, Dokumente und sonstiges ausgedehnt werden, anders ist die Nachricht nach einem kostenlosen Google Cloud Speicher nicht zu verstehen, zumindest ich verstehe es nicht anders. Man möge sich den Gedanken ausmalen, wieviel Menschen Fotos und Videos mit dem Originalnamen des Inhalts abspeichern. “Hochzeitfotos von St.Gallen am 01.12.2007” Na… wer errät, wieviel Werbebotschaften ganz gezielt hier erstellt werden können? So, dann machen wir mal weiter. Jetzt stellen wir uns mal vor, das noch 20 Gäste auch bei der Firma ihre Mails hosten, Fotos speichern und Videos ablegen. Es gibt Leute die speichern auch den Namen im Dateinamen ab. Was können alles für Verknüpfungen erstellt werden? Verknüpfungen durch eine der fähigsten Suchmaschinen, deren Wert ein optimaler Suchindex durch Verknüpfungen ist? Ganz ehrlich, die Diskussion in Berlin ist doch eigentlich überflüssig. Google Maps mit automatischer Aktualiserung durch Android Phones macht das doch alles viel besser, da weiß man, wo ein vermutlich Gesuchter zu finden ist und so nebenbei hat man auch alle Beweisdokumente.

Horrorszanrio? Keine Ahnung. Aber trotz aller “open source” Kämpfer, es kann nicht sein, das immer gegen einen dominaten Desktopsoftwarehersteller gevotet wird, wenn auf der anderen Seite Tür, Angel und Tore für alles mögliche geöffnet ist. Unterschied? Ja, denn wenn bei  Google auch gegen Geldzahlung es nicht möglich ist, die Werbung im Webmail abschalten zu lassen, lassen das andere Webmail Hoster zu. Von ca. 20,- EUR pro Jahr beim günstigsten bis doch satte 60,- EUR pro Jahr kostet das zwar, aber immerhin ist es möglich. Zahlen wir nicht auch fleißig staatliche gebühren, damit wir möglichst ohne Werbpausen in der x-ten Reihe sitzen dürfen?

Hier die Links zu den angsprochenen Nachrichten.

Gerichtsverfahren gegen Googles neue Datenschutzregeln

Google bereitet günstigere Dropbox-Konkurrenz vor

gruss

Michael

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